Chorleitungswettbewerb 2004
 Pressebericht

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Bayreuth - Regensburger Chorleitungswettbwerb 2004
Vier Preise vergeben

Vom 27. bis 29. Februar fand an der Hochschule für Kirchenmusik Bayreuth der bislang bundesweit einmalige Bayreuth-Regensburger Chorleitungswettbewerb für Kirchenmusikstudierende statt. Eingeladen waren evangelische und katholische Studierende, die grundständig Kirchenmusik A oder B an einer staatlichen oder kirchlichen Hochschule studieren.
Der Wettbewerb wurde in drei Runden durchgeführt. Die 1. Runde fand als Video-Runde statt. Die Kandidatinnen und Kandidaten hatten ein Video mit dem Dirigat zweier unterschiedlicher Werke einzureichen. Aus diesen Einreichungen ließ die Jury für die zweite Runde 12 Kandidatinnen und Kandidaten zu. Die Aufgabenstellung für die 2. Runde war eine 15-minütige Chorarbeit an einem von vier dem Chor bekannten Werken von J. S. Bach (Der aber die Herzen forschet aus BWV 226), J. D. Zelenka (Kyrie aus der Missa Sancta Caeciliae), M.C. Funke (Rorate coeli desuper) und Distler (14. Spruch aus dem Totentanz). Welches Werk mit dem Chor zu proben war, wurde ausgelost.
Für die Finalrunde wurden dann sechs Kandidatinnen und Kandidaten zugelassen und hatten die Gelegenheit je 45 Minuten ein Werk ihrer Wahl von Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Rheinberger oder Reger zu erarbeiten.
Der Wettbewerbschor der zweiten Runde war der "Regensburger Kammerchor", der für die dritte Runde mit Studierenden der Hochschule Bayreuth zu einem 38-köpfigen Ensemble erweitert wurde. In der Jury wirkten Prof. Maximilian Frey (München), Prof. Volker Hempfling (Düsseldorf), Prof. Hannelotte Pardall (Hamburg), DMD Werner Pees (Bamberg), Prof. Karl Rathgeber (Bayreuth), LKMD Prof. Hans-Martin Rauch (Nürnberg) und Prof. Kunibert Schäfer (Regensburg).
Es wurden vier Preise vergeben. Der erste Preis ging an Michijya Azumi (Jahrgang 72, Musikhochschule Stuttgart), der zweite Preis an Markus Rupprecht (Jhrg. 1981, Hochschule für kath. Kirchenmusik Regensburg). Die Jury fand zwei Kandidaten würdig für einen dritten Preis und vergaben diese an Georg Hage (Jhrg. 1979, Musikhochschule Freiburg) und Martin Völlinger (Jhrg: 1977, Hochschule für kath. Kirchenmusik Regensburg). Der Wettbewerb wurde ausgerichtet von der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth, maßgeblich finanziert von der "Förderstiftung der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth" und gesponsort von der Sparkasse Bayreuth, der V&R-Bank Bayreuth und dem Treff-Hotel Rheingold Bayreuth. Die Preise wurden gestiftet vom Lions-Club Bayreuth Kulmbach (1. Preis 1.500 €), der Stadt Bayreuth (2. Preis 1.000 €), dem Arbeitskreis für evangelische Kirchenmusik - AEK und der Förderstiftung (zwei 3. Preise, je 500 €).
Die Idee zu diesem Wettbewerb entstand im Jahr 2002 nach der erfolgreichen Durchführung des "Bayreuth Klavierwettbewerbes für Kirchenmusikstudierende". Sowohl mit dem Klavierwettbewerb als auch mit dem Chorleitungswettbewerb sollen zwei Fächer, die in der kirchenmusikalischen Ausbildung als auch im Beruf eine gleichwertige Bedeutung neben dem selbstverständlichen Orgelspiel haben, mehr als bisher in den Blick von Studierenden gerückt und gefördert werden, da dies zu den Besonderheiten des kirchenmusikalischen Berufes, der wie kein anderer Musikerberuf Mehrfachqualifikationen und Mehrfachbegabungen erwartet.
Mit der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg wurde eine Kooperation im zweijährigen Turnus vereinbart. Vom 5. bis 7. März 2004 findet in Re-gensburg der Klavierwettbewerb statt. Im Jahr2006 wird der Klavierwettbewerb wieder in Bayreuth ausgetragen und der Chorleitungswettbewerb in Regensburg.
Im Abschlusskonzert mit Preisverleihung am 29. Februar im Großen Orgelsaal der Hoch-schule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth würdigten der Rektor der Bayreuther Hochschule, Prof. Karl Rathgeber, und der Prorektor der Regensburger Hochschule, Prof. Martin Kellhuber, nicht nur die musikalische, künstlerische und pädagogische Seite des Wettbewerbes. Besonders hervorgehoben wurde auch das ökumenische Miteinander der beiden Hochschulen, das schon im Jahr 2003 im gemeinsamen Konzert beim ökumenischen Kirchentag in Berlin und in mehreren gemeinsamen Aufführungen des Deutschen Requiems von Johannes Brahms zu einer besonders intensiven Zusammenarbeit geführt hat.

Prof. Karl Rathgeber



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