Studium im Sommersemester 2026 an der HfKM? Anmeldeschluss für Eignungsprüfungen: 31.01.2026
„Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron, der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn“
So lautet die erste Strophe des bekannten Weihnachtsliedes von Nikolaus Herman (um 1554). Den Lobpreis Gottes sieht der große tschechische Komponist Petr Eben (1929 – 2007) als die vornehmste Aufgabe des Kunstschaffenden. Im Vorwort seines Orgelwerkes „Laudes“ schreibt Eben: „Es ist die dringendste Aufgabe der Kunst, den Schöpfer zu lobpreisen“. Was für ein Appell an uns Künstler und Musiker! Und ich möchte hinzufügen: Den Menschen Hoffnung zu schenken und der Dimension der Transzendenz Raum geben, das ist der Urgrund der Kunst.
Das Jahr 2025 war an unserer Hochschule wieder geprägt von der musikalischen Gestaltung der wöchentlichen Gottesdienste am Donnerstagabend in unserer Studienkirche St. Andreas und von zahlreichen Konzerten bei den verschiedensten Anlässen, auch im Rahmen der BA – und MA – Examina. Bemerkenswert sind die zahlreichen Stipendien (Cusanuswerk, Studienstiftung des Deutschen Volkes) und die eindrucksvollen Wettbewerbserfolge, die unsere Studierenden erringen konnten: all das spricht für das Niveau unserer Hochschule, worauf wir sehr stolz sein können.
Im vergangenen Jahr durften wir „150 Jahre Kirchenmusikschule – Fachakademie-Hochschule“ feiern. Der Dies Academicus im kommenden Jahr am 21. 11. 2026 wird wieder ein Jubiläumsjahr einläuten: 25 Jahre Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (HfKM) – Dieses Jubiläum werden wir mit vielfältigen Veranstaltungen akzentuieren und feiern!
„Wer macht die Musik von morgen“ war der Titel des Podiumsgesprächs beim diesjährigen Dies Academicus. Unsere Hochschule trägt die Antwort auf diese Frage und den damit verbundenen Auftrag schon in ihrem Namen: Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik. Die Kirchenmusik ist unser Wurzelstock, sozusagen unsere DNA: wir sehen uns in der Verantwortung für die Kirchenmusikausbildung regional, national und international. Und die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sind in hohem Maße auch Pädagogen in ihren Chören, Ensembles und im Instrumentalunterricht.
Im ostbayerischen Raum sind wir die einzige Musikhochschule. Zusammen mit der Musiklehrerausbildung für Musikschule und Gymnasium erfüllt unsere Hochschule damit eine fundamentale gesellschaftliche Aufgabe, besonders hier in Ostbayern: die Ausbildung von Lehrkräften, die für die musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen in Chören und am Instrument sorgen, und das in Kirche, Schule, Musikschule und Gymnasium. Und so bin ich sehr stolz, dass über 200 hochbegabte Jugendliche unsere Hochschule besuchen, nach Beendigung ihrer prägenden Studienzeit ins Leben hinausgehen und in ihren Berufen als Kirchenmusiker oder Musiklehrer einen wichtigen Beitrag in Kirche und Gesellschaft leisten.
Ohne die Unterstützung und das Wohlwollen vieler wäre vieles nicht möglich. So danke ich dem Großkanzler der Hochschule, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, dem Stiftungsrat mit seinem Vorsitzenden Erwin Saiko, dem Freistaat Bayern und allen, die sich für unsere Hochschule einsetzen und engagieren. Meine Bitte ist, unsere Hochschule auch in Zukunft zu unterstützen und mit Wohlwollen zu begleiten.
So wünsche ich Ihnen nun persönlich und im Namen meiner Mitarbeiter in der Hochschulleitung, Herrn Prorektor Hon.-Prof. Markus Rupprecht, Herrn Johannes Lederer (Kanzler), Frau Angelika Beer (Assistentin der Hochschulleitung) und Herrn Maximilian Gutsmiedl (Verwaltungskoordinator) und im Namen der gesamten Hochschule einen besinnlichen Advent, ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und hoffentlich friedvolleres neues Jahr.
Prof. Franz Josef Stoiber
Rektor