Die HfKM nimmt Abschied von ihrem Gründungsrektor Prof. Klemens Schnorr
Am Dienstag, den 30. Juni und am Mittwoch, den 01. Juli 2026, lud der Kammerchor der Hochschule für katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik Regensburg zu einem abwechslungsreichen Konzert unter dem Titel „Zwischen Renaissance und Romantik – Kammerchor a cappella“ ein. Das Programm spannte einen weiten musikalischen Bogen von der Renaissance bis zur Romantik und machte dabei die stilistische Vielfalt geistlicher Chormusik eindrucksvoll erlebbar.
Den Auftakt bildete Orlando di Lassos Motette Justorum animae. Mit Werken von Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein führte das Programm anschließend in die Klangwelt des 17. Jahrhunderts. Die Motetten Verleih uns Frieden gnädiglich und Ich freue mich im Herren zeigten die große Ausdruckskraft und kunstvolle Polyphonie der frühbarocken Chormusik.
Eine besondere Stellung nahm Johann Sebastian Bachs Motette Komm, Jesu, komm, BWV 229, ein. Die Komposition für doppelchörige Besetzung verband eindrucksvolle Klangfülle mit großer musikalischer Innigkeit. Die Aria „Drum schließ ich mich in deine Hände“ wurde von Lucia Gasser gestaltet. Ergänzt wurde das vokale Programm durch Orgelwerke von Johann Jakob Froberger und Johannes Brahms, interpretiert von Simon Rager.
Mit Johann Christian Friedrich Bachs Motette Ich lieg und schlafe ganz in Frieden sowie Werken von Wilhelm Berger und Hans Fährmann setzte sich die musikalische Reise bis in die Romantik fort. Besonders die Motetten Müde, das Lebensboot weiter zu steuern und Gott wird abwischen alle Tränen verliehen dem Konzert eine nachdenkliche und zugleich hoffnungsvolle Atmosphäre. In Wilhelm Bergers Lass mich dein sein und bleiben übernahm Lucia Gasser den solistischen Part.
Der Kammerchor der HfKM Regensburg präsentierte sich unter der Leitung von Judith Adldinger, Luka Juric und David Kirschsieper aus der Chorleitungsklasse von Prof. Christian Schmid als klanglich differenziertes und engagiertes Ensemble. Die anspruchsvolle Literatur aus unterschiedlichen Epochen erforderte stilistische Sicherheit, präzises Zusammenspiel und eine hohe musikalische Ausdruckskraft. Unterstützt wurde der Chor von Fabio Strobler am Orgelpositiv und Simon Rager an der Orgel.
Der Konzertabend war Prüfungskonzert der drei Dirigent:innen und zugleich ein eindrucksvolles Beispiel für die vielseitige Ensemblearbeit an der Hochschule: Studierende verschiedener Studiengänge verbinden sich im Kammerchor zu einem leistungsorientierten Klangkörper und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen im gemeinsamen Musizieren, in solistischen Aufgaben und in der Chorleitung.
Fotos: Christian Schmid